22. März 2018

Herzlichen Dank für diese große Ehrung!

Viele wissen, dass ich mich damit etwas schwer getan habe. Es gibt viele Menschen, die für ihr Tun nicht so viel Wertschätzung erfahren wie ich es erfahre. Sie tun viel Gutes im Verborgenen und hätten doch auch so eine Ehrung verdient. Aber natürlich freue ich mich sehr über diese hohe Auszeichnung.

Ich werde oft gefragt, ob ich denn nie Zweifel daran gehabt hätte, dass die Mühle zu restaurieren wäre? Ehrlich gesagt, und vielleicht klingt das komisch, Carsten und ich hatten nie Zweifel daran. Aber ich habe nicht gedacht, dass der Erhalt eines alten Hauses so viel Spaß machen kann und das man dabei so viele Freunde finden kann. Während meiner kommunalpolitischen Zeit war der Einsatz für historische Gebäude eher mit viel Kampf verbunden. Wie anders war es, die Mühle zusammen mit den Mühlenrettern wieder zum Strahlen zu bringen! Alle haben hier an einem Strang gezogen: die Mühlenretter, die Politiker, die Förderer, die Sponsoren.

Bei Einigen möchte mich besonders bedanken: Zu erst einmal bei allen Mühlenrettern, die genauso verrückt sind und waren, dieses Projekt in Angriff zu nehmen und am Laufen zu halten. Dann bei Ivar Buterfas-Frankenthal, der in seinem Leben schon so viel angestoßen hat und auch den Anstoß für diese Ehrung gegeben hat. Danke Ivar!

Meinen Vorstand, der einfach der beste Vorstand ist, den man sich vorstellen kann.

Einen Denkmalpfleger, der unseren unorthodoxen Weg von Anfang an unterstützt hat und bei dem sich alle freuen, wenn er unsere Mühle besucht.

Einen Landrat und drei Bürgermeister, die trotz vieler Unkenrufen von Anfang an an dieses Projekt geglaubt und sein Potential erkannt haben. Und natürlich meine Familie:

Meine Brüder, von denen ich die Freude an der kontroversen Diskussion gelernt habe.

Meinen Eltern - und ich bin sehr glücklich, dass meine Mutter diesen Abend miterleben kann - sie haben mir durch ihr Vorbild gezeigt, dass es selbstverständlich sein sollte, sich für die und in der Gesellschaft zu engagieren. Auch den Durchhaltewillen, der dazu gehört, habe ich von ihnen gelernt.

Meine Söhne, die mir die wirklich wichtigen Dinge im Leben immer wieder vergegenwärtigen und mir die liebsten Kritiker sind.

Und ganz besonders bei meinem geliebten Mann Carsten, durch dessen Stärke und Stütze ich erst den Mut gefunden habe, so zu sein, wie ich wirklich bin.

Emily Weede